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Märkisch Linden

Kurzportrait

Einwohner: 1.201 Personen (Stand: 25.08.2015)
Fläche/Lage: 43,9 km²

Märkisch Linden mit seinen vier Ortsteilen

  • liegt etwa 4 km westlich der Fontanestadt Neuruppin
  • an der Bundesautobahn BAB 24 (Berlin - Hamburg) mit der Anschlussstelle "Neuruppin".
  • Über die Autobahn sind Potsdam in ca. 70 und Berlin in ca. 60 Minuten zu erreichen.

Ehrenamtlicher Bürgermeister: Detlef Scholz

Ortsteile:

Darritz-Wahlendorf – Ortsvorsteher Dieter Born
Gottberg – Ortsvorsteher Carmen Haupt
Kränzlin – Ortsvorsteherin Regina Bäker
Werder – Ortsvorsteher Günter Noack

Die Gemeinde Märkisch Linden besteht seit dem 30. Dezember 1997. Sie ist aufgrund einer Vereinbarung über den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Darritz-Wahlendorf, Gottberg, Kränzlin und Werder, beschlossen am 25. November 1997, gebildet worden.

Zusammen mit den Gemeinden Dabergotz, Storbeck-Frankendorf, Temnitzquell, Temnitztal und Walsleben hat die Gemeinde Märkisch Linden im Jahr 1992 das Amt Temnitz mit Sitz in Walsleben gegründet, um gemeinsam eine leistungsfähige, sparsam und wirtschaftlich arbeitende Verwaltung zu schaffen.

Historisches

Ortsteil Kränzlin

Strohpuppen des Erntefestes im August 2012 in KränzlinDie Dorfgründung dürfte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgt sein. Die früheste Erwähnung des Dorfnamens, der von einem slawischen Personennamen abgeleitet ist, in der Schreibweise Krencelin ist 1219 in Urkunden zu finden. Im 16. und 17. Jahrhundert sind 5 Rittersitze in der Hand von 3 Familien nachweisbar.

Mit dem Ortsteil Kränzlin verbinden sich 2 berühmte Namen. Zum einen der Architekt Karl Friedrich Schinkel, dessen älteste Schwester mit dem Pfarrherrn verheiratet war. Zum anderen weilte der Romanciers Theodor Fontane oft im Gutshaus Kränzlin. Er war mit der Familie Scherz eng befreundet. Dem 1870 gefallenen Sohn der Familie widmete Fontane das Kapitel „Kränzlin“ seines Buches „die Grafschaft Ruppin“.

1894 zerstörte ein Feuer den größten Teil des Dorfes.

Sehenswertes

Ortsteil Werder

Kirche und Kriegsdenkmal in WerderVon der ehemaligen Dorfkirche, einem Fachwerkbau aus dem Jahr 1726, ist seit 1975 lediglich der niedrige Westturm erhalten geblieben.

In der Nähe der Kirche steht die halbrund gemauerte Gedenkanlage für die Opfer von Kriegen. Der in der Mitte der Mauer aufgesetzte Stein hat unter einem Eisernen Kreuz eine Tafel mit Inschrift.

Ortsteil Kränzlin

Das denkmalgeschützte Gutshaus in Kränzlin mit Resten des Parks hat heute einen privaten Eigentümer.

Das Schiff der Kirche ist seit etwa 1970 eine Ruine. Die Feldsteinkirche entstand bereits im späten 13. Jahrhundert. Der quadratische Turmaufsatz aus Backstein ist aus den Jahren 1895/96.

Das Kriegerdenkmal in Form einer aus Feldsteinen gemauerten Ehrenpforte ist vor der Kirche zu finden.

Ortsteil Darritz-Wahlendorf

Die Backsteinkirche mit halbkreisförmiger Apsis und schlankem Westturm wurde 1845-1848 im Rundbogenstil der Schinkel-Nachfolge errichtet.

Das in der Nähe der Kirche stehende Kriegerdenkmal ist eine Granitstele auf einem Findlingssockel. Unter einem Eisernen Kreuz sind 16 Namen von Gefallenen im Ersten Weltkrieg verewigt. Auf einer zweiten Tafel auf der Rückseite wird der Opfer von Krieg und Gewalt in der Zeit von 1939 bis 1953 gedacht.

Ortsteil Gottberg

Alte Schule in GottbergDie frühgotische Feldsteinkirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Das Turmoberteil ist spätgotisch und hat ein Satteldach zwischen zwei Blendgiebeln. 1902 wurde im Osten ein Chor angebaut.
 
Das Kriegerdenkmal vor der Kirche ist eine Findlingsstele auf einem Feldsteinunterbau. Um das Denkmal herum sind 13 kleinere Findlinge mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges angeordnet. Im Umfeld der Kirche stehen zwei weitere Gedenksteine.